Home  Geschichte  Endlich  frei!  Tagebuch Zuhause?  |  www  |  Contact me!

 

 

ieros Geschichte beginnt in Italien, wann und wo genau weiß leider niemand. Er ist jetzt ca. 5 Jahre alt, mindestens die letzten 3 davon saß er hinter Gittern, denn so lange war er schon im Tierheim bekannt. Was davor war kann man nur vermuten und ich frage mich ziemlich oft was diese Bernsteinaugen schon gesehen haben und wohin ihn seine Pfoten schon alles getragen haben.
Wo ist er auf die Welt gekommen? Was ist mit seiner Mama und seinen Geschwistern passiert? Ob er wohl auch mal ein richtiges Zuhause hatte? Wenn ja, warum hat er es verloren? Wie ist es ihm dort ergangen, gab es dort auch streichelnde Hände oder kannte er nur Schläge?

Fragen, die immer unbeantwortet bleiben werden und vielleicht ist es auch besser so, denn es ist schon schlimm genug zu wissen, wie er die letzten 3 Jahre verbracht hat, nämlich an einem Ort, die wohl für jeden Hund so etwas wie eine Hundehölle darstellen muss. Die "Hölle" heißt Rieti und befindet sich in der Nähe von Rom, mitten in Italien, unser allseits bekanntes Nachbar- und beliebtes Urlaubsland. Doch neben Sonne, Meer und Dolce Vita gibt es da noch die andere Seite, die den wenigsten bekannt ist. Es sind die vielen erbarmungswürdigen Kreaturen die hinter Gittern sitzen, eingepfercht in den sogenannten "Tierheimen", die über das ganze Land verstreut sind, Rieti ist eines davon.

 


Das "Schild" das auf das Tierheim hinweist

 

Von "Heim" kann hier keine Rede sein, Strafgefangenenlager würde es schon eher treffen. Es gibt bei den Zwingern keinen Sichtschutz, der Lärm ist ohrenbetäubend, das Innere ist spärlich eingerichtet, wer Glück hat darf es sich noch auf einer Holzpritsche gemütlich machen. Derzeit sitzen hunderte von Hunden hier ein, für die es insgesamt 2 (!) Betreuer gibt, ungeschulte Leute, die sehr roh mit den Hunden umgehen und sie mit ihren Stricken fast strangulieren, wenn sie sie in ihre Boxen setzen oder gegebenenfalls umsetzen. Durch das nicht vorhandene Wissen werden Hunde auch oft falsch zusammengesetzt, es kommt daher oft zu Raufereien und es ist hier auch durchaus schon vorgekommen, dass ein Hund den anderen getötet hat. Tote Hunde, aus welchem Grund sie auch gestorben sind, werden einfach liegen gelassen...

 


Einer von vielen, die es leider nicht mehr geschafft haben...

 

Die Hunde sind vollkommen unzureichend tierärztlich versorgt, niemand behandelt sie wenn sie krank sind oder Wunden haben, Schmerzen haben. Einige haben sich schon längst aufgegeben und vegetieren nur noch vor sich hin, viele komplett unterernährt. Das minderwertige Futter liegt meist am Boden im Dreck, das Wasser wird im Winter zum Eisklumpen und im Sommer schwimmen die Algen darin.

 


Endlose Zwingerreihen...

 

 

Soweit also ein kleiner Überblick über die Lage in Rieti, wer sich gerne etwas ausführlicher informieren möchte, dem seien diese Berichte hier ans Herz gelegt:

 

ntwicklungen in Rieti
Reisebericht 2006 von Hundepfoten in Not e.V.
Reisebericht 2005 von Tiere in Not Saar e.V.
Reisebericht 2003 von Claudia Röckl (ppt-Datei)

 

 


Nehmt mich bitte mit!

 

Diesem Wunsch wurde natürlich nachgekommen! Wie es weitergegangen ist in Piero's Geschichte könnt ihr unter "Endlich frei!" nachlesen....

 

 

 

 

 

 

© 2007 orange belton - Natasha Stojanovic - all rights reserved